Waltis Astroseite Rolldachhütte
Bau der Rolldachhütte Drucken E-Mail


Die Säule habe ich schon seit längerem im Garten. Der Nachteil war natürlich immer der Auf- und Abbau und bei einem möglichen Wetterumschwung gab es jeweils eine echte guinessrekordverdächtiges Teleskopabbauübung!

  

 

So lag es Nahe eine kleine Holzhütte zu bauen. Ich wollte grundsätzlich keine grosse Bauerei. Die Hütte sollte ein Schutzbau für die Montierung und Optik sein und nicht ein eigentliches Observatorium. In einer späteren Phase möchte ich das Teleskop mit WLAN ansteuern. Zudem sollte der Bauaufwand handwerklich und auch finanziell in einem machbaren Rahmen bleiben. Also gings erst mal an Pergament und Tinte. Langsam hatte sich, nach vielen Gängen in den heiligen Hallen von Baumärkten, eine mögliche Grösse des Schutzbaues herauskristallisiert. 2x 2m und 1,5m hoch (ohne Dach). Diese Masse ergaben sich durch die Abmessungen von Schaltafeln, die es in den Grössen 50cm x 150cm und 50cm x 200cm gibt. Diese Schaltafeln waren auch noch in einem PKW zu transportieren. Die Höhe von 1,5 Meter mag gering erscheinen, aber mit dem installierten Teleskop ist es möglich im Stehen bequem in Horizontebene zu gehen und im Sitzen ist die Beobachtung in Zenitnähe kein Problem.  Nachdem die Baubewilligung endlich eingetroffen ist, (die Gebühr hätte fast ein 2" Nagler Oku gegeben..grmbf..) gings ans Werk. Als erstes die vier Eckpfeiler. Da reichen 4 Betonpfosten, darin sind L-förmige Metallhalterungen zur Stütze der Bodenbalken versenkt. Für diese Balken wählte ich die Masse 10x10cm. Damit die 2m langen Bodenbretter nicht durchhängen sind noch noch zusätzlich 2 Querbalken eingelassen, je einer links und rechts der Säule. Die vier Seitenwandbalken haben die Masse 8x8 cm. Soweit so gut. Das benötigte Material wurde step by steb an die ,,Baustelle,, gefugt. An den Wochenenden wurden dann diese Einzelteile so zusammengefügt, dass eine gewisse Übereinstimmung mit dem was auf der Pergamentrolle zusammengedacht war erzielt wurde. Im Laufe des Aufbaus wurde mir jedoch oft der Unterschied zwischen Theorie und Praxis bewusst. Mit einigen ,,Vater Unser,,  wurden viele Hürden überwunden. Schlussendlich ist das Projekt als gelungen zu betrachten....kann man ja beim ersten mal ja so sagen ;-)......Es sind zwar noch ein paar kleine Sachen zu ergänzen, aber die Grundfunktionen tun ihren Dienst schon gut. 

  Das Gröbste steht    Das Dach rollt auch 
Alte Hütte (der mit dem 
Pinsel) und neue Hütte 

 Passen tuts auch ;-)


Und dann war noch....

Ende Januar 2007 hatte das Sturmtief "Kyrill" ganze Arbeit geleistet. Mit Spitzenböen über 100 km/h wurde der obere Teil des Daches schlicht abgetrennt. Die Dachteile lagen in einer Schneise von ca. 400 m Länge verteilt in der Gegend herum. Der Regen hat ebenfalls seine Spuren hinterlassen, denn das Holz innen habe ich nicht gegen Nässe geschützt. Auch der PC, frisch gewaschen, sah nicht mehr funktionstauglich aus. Die Montierung hat zum Glück keinen Schaden genommen. In einer Hauruckaktion wurde alles demontiert und ins Trockene gebracht. Die Optik selber war nicht gefährdet, da ich diese stets im Haus aufbewahre.
Ich hatte leider kein Material um ein Notdach zu montieren und konnte erst im darauf folgenden Wochenende eine Plastikabdeckfolie montieren. Ende März war es möglich mit dem Neuaufbau zu beginnen. Regen und Schnee haben aber der Konstruktion doch zugesetzt. Die Holzkonstruktion hat sich sehr stark verzogen. Ich musste also neue Rollausleger und ebenfalls die Schienen auf verstärkten Holzbalken montieren. Ich beschloss ebenso, wenn ja schon alles neu aufgebaut werden musste, die Dachseiten zu erhöhen. Das Dach selber besteht nun aus verzinktem Wellblech, die Unterseite wurde mit Styrophorplatten isoliert. Mit einem Solarpannel betreibe ich einen kleinen Propeller, der die Luft in der Holzhütte in Bewegung halten soll

 RolldachDie Ostseite

Rolldach  Die "Wetterseite" mit Wellplastik geschützt. Ein Lüftungspropeller wird mit Solarpanels versorgt

Unter dem Rolldach

Mittig als Säule ein Stahl H Träger.

Unter dem Rolldach  

Der Starfire 6" f7 mit einem FH 80/400 Leitfernrohr mit STV von SBIG